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11.11. – Martinstag

Zum Martinstag beginnt mit den sogenannten Martinsgänsen jährlich die Hauptsaison der Gänseschlachtungen, die sich bis zum Weihnachtsfest fortsetzt.

Mehrere Legenden berichten über die Beziehung zwischen dem heiligen Martin und den Gänsen. In einer wird berichtet, dass sich der äußerst bescheidene Martin kurz vor der Bischofswahl in einem Gänsestall versteckte, um der Wahl zu entgehen. Die Gänse verrieten ihn jedoch mit ihrem Geschnatter und so wurde er gefunden. Seitdem müssen es die Gänse büßen. Außerdem begann am Martinstag, dem Übergang zwischen Sommer und Winter, das neue Wirtschaftsjahr der Bauern. Viele Mägde und Knechte wechselten ihre Arbeitsstellen und wurden von ihren Dienstherren meist mit einer Gans zum Abschied beschenkt.

In Sachsen gibt es sieben Geflügelbrütereien, darunter vier Brütereien, die sich der Gänsevermehrung widmen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden in diesen vier Brütereien 639.100 Gänsebruteier in die Brutapparate eingelegt, aus denen schließlich 406.000 Gänseküken (Gössel) schlüpften. Dies entspricht in etwa dem Vorjahreswert (403.300).

Sachsen nimmt damit bundesweit weiterhin einen vorderen Platz ein und bleibt hinter Niedersachsen zweitgrößter Gösselproduzent. Deutschlandweit schlüpften 2019 rund 1,14 Millionen Gänseküken, davon rund 36 Prozent in Sachsen. Somit besteht auch dieses Jahr die Möglichkeit, neben Importware eine aus Sachsen stammende Gans zu kaufen.

Auskunft erteilt: Bert Dörffel | Tel.: (03578) 33-3171 | Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

Quelle: Medieninformation 166/2019 | Statistisches Landesamt Sachsen

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