12. Mai – Internationaler Tag der Pflege

Dresden | Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai betont die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch: »Ich möchte diesen Tag zum Anlass nehmen, um den vielen engagierten Mitarbeitern in allen medizinischen und pflegerischen Einrichtungen und ambulanten Diensten meinen aufrichtigen Dank und meine Anerkennung zu übermitteln. Sie üben einen anspruchsvollen, oft schweren Beruf aus. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels mit einer älter werdenden Gesellschaft und Zunahme der Pflegebedürftigen ist dies ein unverzichtbarer Beruf.«

»Unsere Pflegekräfte verdienen mehr Wertschätzung und Anerkennung. Auch gute Arbeitsbedingungen sind dafür ein Ausdruck. Die Pflegestärkungsgesetze stellen die richtigen Weichen und verbessern die Rahmenbedingungen für die Pflege. Ich fordere die Arbeitgeber in Sachsen auf, diese Chancen zu nutzen«, appelliert die Ministerin.

Mit den neuen Gesetzen wurden die Voraussetzungen für eine bessere Bezahlung in tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Pflegeeinrichtungen geschaffen. Auch können nun mehr zusätzliche Betreuungskräfte in den stationären Einrichtungen tätig sein. Diese entlasten die Pflegekräfte. Mit dem Einsatz der vereinfachten Pflegedokumentation bleibt den Pflegekräften mehr Zeit für die Pflege am Menschen.

Pflege wird aber nicht nur von professionellen Kräften geleistet. Ein Großteil der Pflege wird nach wie vor durch die Familie erbracht. »Unsere vielen pflegenden Angehörigen leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Das kann man nicht hoch genug anerkennen. Und dies wird auch durch verbesserte Leistungen der Pflegeversicherung honoriert«, so Ministerin Klepsch.

Die Leistungen der Pflegeversicherung für häusliche Pflege wurden erhöht, die Möglichkeiten für Verhinderungspflege wurden erweitert und die Absicherung der pflegenden Angehörigen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung wurde verbessert. Wer einige Tage zu Hause bleiben muss, um in einem akut eingetretenen Pflegefall die weitere Versorgung zu organisieren, kann nun von der Pflegekasse ein Pflegeunterstützungsgeld für bis zu 10 Tage erhalten, sofern man für diese Tage keine anderweitige Bezahlung bekommt.

»Damit können Sie sich um alles Notwendige kümmern, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Mit all diesen Verbesserungen sind wir auf dem richtigen Weg«, so Sozialministerin Barbara Klepsch.

Hintergrund

Seit 1967 wird in Deutschland am Geburtstag von Florence Nightingale (1820 – 1910), einer britische Krankenschwester, der internationale Tag der Pflege begangen. Sie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege.

Das Statistische Landesamt teilt mit, dass in Sachsen 62.705 Pflegekräfte bei 1.068 Pflegediensten und in 885 Pflegeheimen im Dezember 2015 für die Versorgung im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) tätig waren. Die Gesamtzahl der Beschäftigten stieg damit gegenüber 2013 um knapp 5.300 Personen bzw. um 9,2 Prozent. Durch ambulante Pflegedienste wurden 49.618 und in sächsischen Pflegeheimen 54.901 Pflegebedürftige betreut. Das betraf 2,6 Prozent der sächsischen Bevölkerung.

Frauen erbrachten den Hauptanteil der Pflegeleistungen. Im ambulanten Bereich waren es 88,5 Prozent und in den Pflegeheimen 83,8 Prozent.
Von allen in der Pflege Tätigen waren fast 15.900 bzw. 25,3 Prozent vollzeitbeschäftigt – 69,1 Prozent in Teilzeit. Die Vollzeitbeschäftigung sank im vergangenen Berichtszeitraum um 1,3 Prozentpunkte, dagegen stieg die Teilzeitbeschäftigung um 2,2 Prozentpunkte.
Die Hauptaufgabe von 41.993 Pflegekräften im ambulanten sowie im stationären Bereich beinhaltete ausschließlich die Grundpflege bzw. Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen. Von den Beschäftigten im ambulanten Bereich waren 26,3 Prozent (6.354) in einem Alter von 25 bis unter 35 Jahren. In den Pflegeheimen waren mit 15,8 Prozent aller Mitarbeiter (6.084) die meisten in einem Alter von 50 bis unter 55 Jahren. Rund 55 Prozent des Pflegepersonals hatte einen abgeschlossenen Abschluss in einem der Pflegeberufe.

Quellen: Medienservice Sachsen | Medieninformation Nr. 65/2017des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen | Staatsministerin Barbara Klepsch (Bild: SMS / Laurence Chaperon)

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