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Hochwasserschutztag

Frankenberg | Am Samstag, dem 15. Juni 2019 findet auf dem Gelände der Landesgartenschau der 2. Sächsische Hochwasserschutztag statt. Von 10.00 bis 17.00 Uhr warten auf der Aussteller- und Blaulichtmeile im „Naturerlebnisraum Zschopauaue“ zahlreiche Stationen mit einem abwechslungsreichen Programm auf.

„Sachsen hat seit der Flutkatastrophe von 2002 hohen Aufwand in den vorbeugenden Hochwasserschutz gesteckt“, so Umweltminister Thomas Schmidt. „Dazu gehören nicht nur die Investitionen in Hochwasserschutzanlagen im Umfang von 2,9 Milliarden Euro, sondern auch ein deutlich verbessertes Vorhersage- und Alarmierungssystem, die Erarbeitung von Gefahrenkarten, die Ausweisung von Hochwasserentstehungs- und von Überschwemmungsgebieten. Dennoch: ein absoluter Schutz vor jedem nur denkbaren Hochwasser ist nicht leistbar. Und es gibt Orte, die kaum geschützt werden können. Gerade dort kommt es auf Eigenvorsorge der Hausbesitzer besonders an.“

Deshalb zeigen auf unserer Ausstellermeile Hersteller und Anbieter von Hochwasserschutztechnik individuelle technische Lösungen und geben zu Anschaffungskosten Auskunft.

  • Drei Versicherungsunternehmen und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft stehen für  Fragen rund um die eigene Elementarschadensversicherung bereit.
  • Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft zeigt mit Filmen, wie man mit einfachen Mitteln sein Haus hochwassersicher machen kann, berichtet über geplante und künftige Bauvorhaben und beantwortet alle Fragen rund um den öffentlichen Hochwasserschutz im Freistaat Sachsen.
  • Das Landeshochwasserzentrum informiert mit Gefahren- und Risikokarten über mögliche Gefährdungen durch Hochwasser.
  • Das Beratungszentrum Chemnitz der Verbraucherzentrale Sachsen berät zu Elementarschadensversicherungen und zeigt Checklisten zur schnellen Hilfe bei einem Versicherungsschaden.
  • Das Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge Sachsen des Bildungs- und Demonstrationszentrums Dezentrale Infrastruktur in Leipzig stellt gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden den neu entwickelten „Sächsischen Hochwasservorsorgeausweis“ für private Bestandsgebäude vor. Der Hochwasservorsorgeausweis analysiert die Schadensanfälligkeit von Gebäuden. Bei seiner Erarbeitung erhalten Hausbesitzer wirksame Vorschläge zur Eigenvorsorge vor Flusshochwasser, Starkregen, Kanalrückstau und Grundwasseranstieg. Auf dem Hochwasserschutztag erhalten in diesem Zusammenhang die ersten fünf Sachkundigen ihre Urkunden zur Ausstellung des Hochwasservorsorgeausweises.

Zu den Ausstellern gehören auch Rettungsdienste und Hilfsorganisationen. So zeigen die Ortsverbände Döbeln und Dippoldiswalde des Technischen Hilfswerkes (THW) Einsatzfahrzeuge mit Technik zum abwehrenden Hochwasserschutz und klären über Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements auf. Die Freiwillige Feuerwehr und die Wasserwehr der Stadt Frankenberg präsentieren Technik zur Binnenentwässerung mit Pumpen sowie Schlauchwagen.

Persönliche Schutzausrüstung sowie neue Fahrzeugtechnik der Funkwagen präsentiert das Bereitschaftspolizeipräsidium Leipzig. Darüber hinaus werden Berufsausbildung und Studium innerhalb der Sächsischen Polizei vorgestellt.

Die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft, die in Sachsen unter anderem für das Pegelmessnetz an den Gewässern verantwortlich ist, wird direkt auf der Zschopau verschiedene Methoden demonstrieren, wie mit einem speziellen Ultraschall-Messboot der Wasserdurchfluss bestimmt werden kann, und die Funktionsweise einer Pegelstation erklären.

Das Programm des „KinderUmweltBusses“ der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt lädt vor allem die kleinen Gäste zum Entdecken der heimischen Natur ein.

Ebenfalls im Rahmen des Hochwasserschutztages wird die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) symbolisch die neue Hochwasserschutzanlage an der Zschopau für Frankenberg und Niederlichtenau übergeben. Bei stündlichen Führungen wird die Funktionsweise der Anlage Interessierten von Fachleuten der LTV erläutert.

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