8. Deutsch-Koreanische Wissenschaftskonferenz

Dresden (17. November 2016) | Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Korea in Wirtschaft und Forschung geworben.

Zum Auftakt der 8. Deutsch-Koreanischen Wissenschaftskonferenz, die erstmals in Deutschland tagt, sagte Tillich am Donnerstag in Dresden, „die Konferenz ist ein sichtbares Zeichen für die gute deutsch-koreanische Zusammenarbeit und für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Korea und dem Freistaat. Sachsen und Korea eint die Leidenschaft für Technik. Diese Begeisterung teilen wir insbesondere mit koreanischen Unternehmen, die hier in Sachsen investiert haben, aber auch mit etlichen Forschungseinrichtungen in Korea.“

Entscheidend sei in Sachsen ebenso wie in Korea, dass sich aus der vorhandenen weitgefächerten Forschungslandschaft eine ebenso weitgefächerte Landschaft innovativer Unternehmen entwickelt. Ziel sei es, aus guten Ideen neue Produkte zu machen.

Der Regierungschef hob in dem Zusammenhang die Bedeutung eines unternehmerisch denkenden und handelnden Staates hervor. Mit Blick auf hohe staatliche Zuschüsse für Grundlagenforschung unter anderem an Hochschulen und die Förderung von Zukunftstechnologien sprach er von lohnenswerten Investitionen. „Bei einem unternehmerischen Erfolg sind die beträchtlichen Steuermittel für die Forschung gut angelegtes Geld.“ Denn daraus resultierten wiederum Beschäftigung und Steuereinnahmen, die der Staat wieder investieren könne.

Derzeit werden im Freistaat 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Tillich betonte, „unser Ziel ist es, diesen Anteil noch weiter zu erhöhen, vor allem dadurch, dass mehr Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren.“

Hintergrund

Die Konferenz des Alumninetzwerks Deutschland-Korea (ADeKo) tagt in diesem Jahr erstmals in Deutschland. In der Vergangenheit war die Wissenschaftskonferenz stets in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul veranstaltet worden. Hintergrund für die Entscheidung zugunsten von Dresden ist der exzellente Ruf der Landeshauptstadt als bedeutender Hochtechnologiestandort. Der Wahl gingen zudem gegenseitige Besuche und politische Gespräche voraus. So hatte die koreanische Präsidentin Park Geun-hye den Freistaat im Jahr 2014 besucht. Tillich war – in seiner Funktion als amtierender Bundesratspräsident – erst im April zu Besuch in Südkorea. Nicht zuletzt gibt es in Sachsen ein im Bundesvergleich sehr dichtes Netz an herausragenden außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen.

Ziel der Konferenz ist es, eine Plattform für den Austausch von Forschungsprojekten anzubieten, die Forschungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu fördern und den Wissenschaftstransfer in die Industrie zu stärken. Universitäten, Institutionen und Unternehmen wird die Möglichkeit gegeben, internationale Partnerschaften zu entwickeln. In Dresden geht es unter dem Leitmotiv „Engineering for our future“ bei der diesjährigen Konferenz unter anderem um aktuelle Felder der Technologieentwicklung wie 5G & Taktiles Internet, Future Electronics, Robotik, Digitalisierung und eHealth.

weitere Informationen http://www.korean-german-conference.de

Quelle: Medienservice Sachsen

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