Bericht zur Aufarbeitung der Sturmschäden

Dresden (28. Juni 2018) | Staatsminister Thomas Schmidt berichtete heute über den Stand der Beseitigung der Sturmschäden in den sächsischen Wäldern. Die Stürme „Herwart“ und „Friederike“ hatten im Oktober 2017 beziehungsweise Januar 2018 zusammen rund 2,3 Millionen Festmeter Holz zu Fall gebracht. Das ist mehr als die in Sachsen sonst planmäßig in einem Jahr genutzte Holzmenge.

„Unsere Förster und Waldarbeiter haben aufgrund dieser beiden Stürme eine Katastrophe zu managen, wie sie unsere sächsische Landesforstverwaltung seit ihrer Gründung nicht mehr erlebt hat“, sagte Staatsminister Schmidt.

Obwohl die Schadholzmenge im Frühjahr 2018 nochmals nach oben korrigiert werden musste, wird der Staatsforst noch in diesem Monat über eine Million Festmeter abgearbeitet haben. Mit dem im Wald verbleibenden Totholz sind dies rund drei Viertel des gesamten Schadholzes. Nach Schätzungen der Unteren Forstbehörden ist auch in den privaten und körperschaftlichen Wäldern gut die Hälfte aufgearbeitet. Die zügige Aufarbeitung des Schadholzes ist nicht allein mit Blick auf die Erholungs- und touristische Funktion geboten, sondern auch durch die starke Vermehrung des Borkenkäfers und seines erheblichen Schadenpotenzials.

Für eine zügige Beräumung des Waldes arbeiten Sachsenforst und die weiteren Waldeigentümer mit den Forstbetriebsgemeinschaften und den Forstbehörden Hand in Hand. So wurden etwa Plattformen für die Vermittlung forstlicher Lohnunternehmer geschaffen oder Luftbilder der Hauptschadensgebiete durch Sachsenforst kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Vor dem Hintergrund der Sturmschäden wird auch der Waldumbau bedeutender. Im Staatsforst werden jährlich 1.300 Hektar in stabile und artenreiche Mischwälder umgewandelt. Die Wiederaufforstung, die Folgearbeiten der Schadholzaufbereitung, die Pflege der in Mitleidenschaft gezogenen Bestände, wie die Wiederherstellung der Waldwege, werden erhebliche finanzielle als auch personelle Anstrengungen erfordern.

Staatsminister Schmidt dankte den Förstern und Waldarbeitern, Waldbesitzern sowie privaten Forstunternehmen und -betriebsgemeinschaften für ihren Einsatz. „Die Aufarbeitung von Sturmholz ist eine der gefährlichsten Waldarbeiten, die in der Vergangenheit oft zu schweren Unfällen führte“, so der Staatsminister. Dies zeige auch, wie wichtig gut ausgebildete Fachkräfte im Forst sind. „Wir haben entschieden, dass Sachsenforst auch weiterhin jährlich 40 Lehrlinge ausbildet und alle Ausbildungsstandorte erhalten bleiben. Der Sachsenforst hat mit 400 Bewerbungen auf die Ausbildungsstellen zum Forstwirt keinerlei Nachwuchssorgen und genießt einen ausgezeichneten Ruf.“

Um die angestrebte Zahl von 380 Waldarbeitern im Sachsenforst dauerhaft zu halten, müssen ab dem Jahr 2020 jährlich mindestens 20 ausgebildete Kräfte eingestellt werden. Da nur ein Teil der ausgebildeten Lehrlinge dem Sachsenforst für eine Festanstellung zur Verfügung stehen, soll die Lehrlingszahl auch zukünftig bei 40 im Jahr belassen werden. Im kommenden Jahr soll der Baustart für eine neue Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungsstätte in Bad Reiboldsgrün erfolgen.

Quelle: Medienservice Sachsen

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