Bewerbung ab 31. März

Der Freistaat Sachsen beteiligt sich ab 1. August 2017 am neuen EU-Schulprogramm. Die bisher getrennten Programme »Schulmilch« und »Schulobst/-gemüse« werden darin zusammengeführt. Die Mittel zur Finanzierung des Programms werden von der Europäischen Union und vom Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. Für das Schuljahr 2017/2018 stehen mehr als 1,7 Millionen Euro bereit.

Ab 31. März 2017 können sich Kinderkrippen und Kindergärten sowie Grund- und Förderschulen (Klassenstufen 1 bis 4) in Sachsen für die Teilnahme am EU-Schulprogramm bewerben.

„Obst, Gemüse und Milch sind wichtige Teile einer gesunden Ernährung“, so Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. „Ein kontinuierliches Angebot in den teilnehmenden Einrichtungen soll die Kinder auf den Geschmack bringen, ein gesundheitsbewusstes Essverhalten prägen sowie Wissen und Fähigkeiten beim Umgang mit diesen Produkten vermitteln. Und nicht zuletzt trägt das Programm auch zum Absatz regionaler Produkte bei.“

Mit einer kostenlosen Extra-Portion Obst, Gemüse und Milch soll Kindern gesunde Ernährung schmackhaft gemacht werden. Begleitende pädagogische Maßnahmen wie zum Beispiel Bauernhofbesuche oder thematische Projekttage sollen gleichzeitig das Wissen über die Produkte und deren Herkunft sowie die Kompetenzen der Kinder im Umgang mit den Produkten fördern. Basis dafür sind der Sächsische Bildungsplan für Kindertageseinrichtungen bzw. die schulartbezogenen Lehrpläne.

Zielgruppen des EU-Schulprogrammes sind:

  • Kinder in Kinderkrippen und Kindergärten
  • Kinder in Grund- und Förderschulen (Klassen 1 bis 4).

Die Teilnahme am EU-Schulprogramm ist freiwillig. Während Grundschulen wahlweise »Obst/Gemüse« und/oder »Milch/Joghurt« beziehen können, steht für Kinderkrippen und Kindergärten vorläufig nur die Produktgruppe »Milch/Joghurt« zur Verfügung.

Pro Woche können zwei Portionen frisches Obst und Gemüse bzw. Trinkmilch, lactosefreie Milch oder Joghurt angeboten werden. Die Produkte dürfen keine Zusätze von Zucker oder anderen Süßungsmitteln, Salz, Kakao, Fett oder Geschmacksverstärkern enthalten, müssen frisch, genussreif sowie unbeschädigt sein und alle erforderlichen Vermarktungsnormen und Hygieneanforderungen einhalten.

Berücksichtigt werden die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs. Die teilnehmenden Einrichtungen werden im Internet veröffentlicht. Die Versorgung mit den kostenlosen Produkten erfolgt durch in Sachsen zugelassene Lieferanten. Interessierte Erzeuger, Direktvermarkter sowie Einzel- oder Großhändler können beim zuständigen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) einen Antrag auf Zulassung als Lieferant stellen.

Durch die Veröffentlichung der teilnehmenden Einrichtungen und der zugelassenen Lieferanten können diese miteinander in Kontakt treten und Liefermodalitäten vereinbaren. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen den Lieferanten und dem für die Umsetzung zuständigen LfULG.

Hintergrund:

Die EU hat das bisherige Schulmilchprogramm, welches im Freistaat Sachsen seit dem Jahr 1993 angeboten wird, und das EU-Schulobstprogramm zu einem Programm zusammengefasst. Sie unterstützt ihre Mitgliedstaaten mit einem jährlichen Budget von 250 Millionen Euro. Diese Mittel werden auf die Mitgliedstaaten unter Berücksichtigung der Anzahl der sechs- bis zehnjährigen Kinder aufgeteilt. Sachsen erhält für das Schuljahr 2017/2018 etwa 1,6 Millionen Euro. Die ergänzende Finanzierung in Höhe der Mehrwertsteuer erfolgt aus Landesmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

mit Quelle: Medienservice Sachsen | SMUL (Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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