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Bundestagsentscheidung zu Masern-Impfpflicht

Berlin / Dresden | Schul- und Kindergartenkinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden. Das ist Ziel des Masernschutzgesetzes, das am 14. November 2019 in 2./3. Lesung im Bundestag beschlossen wurde.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung durch eine Tagesmutter muss in der Regel ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen.

Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagepflegepersonen und medizinisches Personal (soweit diese Personen nach 1970 geboren sind).  Weitere Informationen unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht.html

Barbara Klepsch, sächsische Gesundheitsministerin: „Es ist gut, dass wir jetzt die Impfpflicht gegen Masern haben. Die Masernfälle in diesem Jahr haben einmal mehr gezeigt, dass wir mit Aufklärung und gutem Zureden nicht die erforderliche Durchimmunisierung von 95 % erreichen. Diese sind für die Herdenimmunität nötig. Es muss uns gelingen, die Masern auszurotten. Sie sind eine hoch gefährliche Infektionskrankheit, die schwere Spätfolgen und manchmal sogar den Tod verursachen.“

„Die Pflicht vor allem in Schulen und Kitas sowie für pädagogisches und medizinisches Personal ist genau der richtige Weg, weil hier die Gefahr der Ansteckung am größten ist. Wir müssen auch an diejenigen denken, die selbst nicht geimpft werden können wie Säuglinge oder chronisch kranke Menschen“, so die Ministerin abschließend.

mit Quelle: Medienservice Sachsen

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