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CDU fordert EU-Agrarpolitik ausgerichtet an Realität

15. Juli 2020 | Heute debattierte der Sächsische Landtag auf Antrag der CDU-Fraktion zum Thema: „Deutsche EU-Ratspräsidentschaft nutzen – Systemrelevanz unserer Landwirtschaft stärken“. Seit Monatsbeginn hat Deutschland die sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft inne. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören, neben der europaweiten Bewältigung der Covid-19-Pandemie und deren gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, auch wichtige Weichenstellungen zu finanziellen Fragen der kommenden Förderperiode bis zum Jahr 2027.

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Heinz

„Wer bei unserer Landwirtschaft immer mehr Nachhaltigkeit, mehr Klimaschutz und ein besseres Tierwohl einfordert, muss sich auch mit den Folgen und den dafür notwendigen Finanzierungsentscheidungen auseinandersetzen. Wir haben in Sachsen andere landwirtschaftliche Strukturen, wie beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg. Das muss endlich anerkannt und bei der Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union zwingend berücksichtigt werden.“

„Wir fordern von Brüssel, dass die zukünftige Agrarpolitik konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichbehandelt. Für uns als CDU müssen der Maßstab dafür Sachlichkeit und Fakten sein, nicht Ideologie oder Lautstärke. Von Bilderbuchromantik kann auch künftig kein sächsischer Landwirtschaftsbetrieb überleben!“

„Unsere Landwirte arbeiten seit jeher unter harten Bedingungen. Sie pflegen und erhalten eine Kulturlandschaft vom Vogtland und Nordsachsen bis hin zur Oberlausitz und  wurden während des Lockdowns immer wieder zu Recht als systemrelevant bezeichnet.“

„Vor diesem Hintergrund warne ich auch vor überzogener Kritik an unseren Bauern. Das schon seit längerem in der Öffentlichkeit stattfindende Bauern-Bashing ist unsäglich, hat absolut nichts mit der Realität zu tun und muss endlich ein Ende haben! Nur wenn es einen fairen Umgang miteinander sowie klare und verlässliche Vorgaben seitens der Politik gibt, eröffnen sich neue und kalkulierbare Chancen für unsere Landwirte, die Kulturlandschaft in unserer Region weiterhin zu erhalten und qualitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren.“

„Moderne Landwirtschaft ist für uns als CDU mehr als Umsatz- und Gewinnmaximierung des Einzelnen: Davon partizipiert der gesamte Freistaat, vom ländlichen Raum mit Arbeitsplätzen und Wohlstand bis zu den urbanen Zentren mit preiswerten Produkten in höchster Qualität. Ein deutlich höherer Wertschätzung unserer Landwirte als Arbeitgeber, Produzenten hochwertiger Nahrungsmittel und wichtige gesellschaftliche Akteure vor Ort ist daher dringend geboten!“

Ansprechpartner: Mario Dense | Telefon (0351) 493 5611 | Fax (0351) 493 5444 | E-Mail: mario.dense@slt.sachsen.de

Quelle: PRESSESTELLE der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages

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