fbpx

Europäische Union fördert Ausbau des …

20150821_EFREChemnitzer Straßenbahnnetzes

Brüssel | Die Europäische Kommission hat am 05. November 2015 ein Großprojekt im Umfang von 42,8 Millionen Euro genehmigt, mit dem das Verkehrssystem in und um Chemnitz weiter ausgebaut werden soll.

Konkret wird die Europäische Union (EU) den Kauf von acht Hybrid-Schienenfahrzeugen finanziell fördern, die sowohl auf Straßenbahn- als auch auf Eisenbahnschienen eingesetzt werden können.

Die von der EU bezuschussten Fahrzeuge sollen eines der Hauptelemente des sogenannten „Chemnitzer Modells“ darstellen, das den Anschluss der Chemnitzer Innenstadt an das Eisenbahnnetz des Umlands vorsieht. Dies wird insgesamt 73.000 Einwohnern zugutekommen.

Der sächsisc20151105_dr. peter jahr_chem.modellhe Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr (CDU) begrüßte die Entscheidung der Kommission. „Die Europäische Union setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Region und füllt den Begriff „Standortförderung“ mit Leben. Die in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Fahrgastzahlen auf den Pilotstrecken zeigen, dass das Konzept der Verknüpfung von Eisenbahn- und Straßenbahn-Strecken in und um Chemnitz gut angenommen wird. Die heute beschlossene Förderung wird dem Projekt weiteren Rückenwind geben“, so Jahr.

 

Hintergrund: Das Chemnitzer Modell – Vernetzung einer Region

Durch die Verknüpfung von Straßenbahn- und Eisenbahngleisen bietet das Chemnitzer Modell umsteigefreie Verbindungen zwischen dem Oberzentrum Chemnitz und dem Umland. Es ist ebenso auch eine Verknüpfung der Verkehrsmittel Bus und Bahn mit dem Ziel, Verkehrsströme auf der leistungsfähigen Bahntrasse zu bündeln. Da die Bahn nicht überall halten kann, bieten Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe der Bahnstationen kurze Umsteigewege zu den regionalen Buslinien. Durch die weitestgehend barrierefreie Gestaltung von Fahrzeugen und Bahnsteigen kann an fast allen Haltestellen ein fahrgastfreundlicher niveaugleicher Ein- und Ausstieg gewährleistet werden.

CityLink_Chemnitz_layout_final_1_01

Die Grafik zeigt eine Simulation der Außenansicht der Zweisystemfahrzeuge Vossloh Citylink Chemnitz im zukünftigen Erscheinungsbild. [Entwurf Agentur KRAUSSREINHARDT]

Voraussetzung für die Verknüpfung des regionalen Eisenbahnnetzes mit dem Straßenbahnnetz in der Stadt Chemnitz (Chemnitzer Modell) sind sogenannte Zweisystemfahrzeuge mit Diesel- und Elektroantrieb.
Auf den Gleisen im Straßenbahnnetz sind sie im rein elektrischen Oberleitungsbetrieb unterwegs, auf dem Eisenbahnnetz als Dieseltriebwagen. Hierfür verfügen die Fahrzeuge über jeweils zwei auf dem Dach montierte „Powerpacks“, bestehend aus einem Dieselmotor und Generator. Der Generator wandelt die mechanische Energie in elektrische Energie um, die dann die elektrischen Fahrmotoren antreibt.

mit Quelle: peter-jahr.de | chemnitzer-modell.de

Kommentar schreiben