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Ganztagsangebote weiterentwickeln und vorhandene Potenziale erschließen

Dresden | Am 21. Dezember 2021 beschloss der Sächsische Landtag in seiner 41. Plenarsitzung einen Antrag der Koalitionsfraktionen zur Weiterentwicklung von ganztägiger Bildung und Betreuung in Sachsen.

Dazu sagt die Sprecherin für frühkindliche Bildung der CDU-Fraktion, Iris Firmenich: „Wir können positiv feststellen: Vielfältige Ganztagsangebote (GTA) gehören inzwischen an den meisten sächsischen Schulen wie selbstverständlich zum Bildungsangebot. Und weil das Prozedere bei Antragstellung und Verwendungsnachweis so unbürokratisch und einfach ist, hat sich die Zahl der Schulen mit GTA im Programm deutlich erhöht. Rund 92 Prozent der allgemeinbildenden Schulen nutzen dies, 533 von ihnen setzen es in teil- oder vollgebundener Form um. Im laufenden Landeshaushalt stehen dafür jährlich ca. 45 Mio. Euro zur Verfügung.“

Firmenich betont: „Fest steht aber auch: In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Corona-Pandemie natürlich auch nachteilig auf GTA ausgewirkt. Das hindert uns aber nicht daran, die Ganztagsangebote weiterzuentwickeln und vorhandene Potenziale zu erschließen. So ist zum Beispiel im Grundschulsektor eine bessere Verzahnung von Schule und Hort unbedingt notwendig. Dort haben wir noch die meisten Baustellen, die sich aus dem Zusammentreffen zweier Einrichtungen ergeben, die unterschiedlichen Rechtskreisen unterliegen. Ein wesentlicher Faktor für die Qualität sind aber auch entsprechend geeignete Partner bzw. Kursleiter. Daher streben wir an, dass GTA noch mehr als bisher genutzt werden, um mit externen Partnern zu kooperieren. Mit den Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Kultusministerium und dem Sächsischem Musikrat sowie dem Landesportbund ist ein guter Anfang gemacht, den man sicher weiter ausbauen kann.“

„Und nicht zuletzt wäre es optimal, wenn sich noch mehr sächsische Schulen an eine Rhythmisierung des Schultages heranwagen, d.h. die Ganztagsangebote künftig noch besser mit dem schulischen Alltag zu verknüpfen und Freiraum für rhythmisierte Angebote zu schaffen. Dies kann dazu beitragen, den Schulalltag abwechslungsreicher und mit Blick auf die Lernbelastungen flexibler zu gestalten. Darüber hinaus müssen Lehrkräfte der Schule und Mitarbeiter des Hortes lernen, als Team auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Hier brauchen wir noch mehr Erfahrungen und Vorbilder. Deshalb haben wir uns in der Koalition auch auf ein Modellprojekt „Ganztagspiloten“ verständigt. Schulen können sich hier bewerben und ein Projekt für einen rhythmisierten Schultag im Sinne einer Ganztagsschule erproben. Das werden wir wissenschaftlich begleiten und die Erfahrungen auswerten,“ so die CDU-Bildungspolitikerin.

Ansprechpartner – stv. Pressesprecher Mario Dense
Tel. 0351 493 5611 • E-Mail: mario.dense@slt.sachsen.de

Quelle: Pressestelle der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages

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