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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Dresden | Traditionell erinnern der Sächsische Landtag und die Sächsische Staatsregierung in einer gemeinsamen Veranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkstunde findet am 27. Januar 2021 um 10 Uhr im Plenarsaal des Landtags statt und wird per Livestream auf dem YouTube-Kanal des Parlaments übertragen.

Erinnerung wachhalten

Das Gedenken findet in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nur mit wenigen Abgeordneten und ausgewählten Repräsentanten statt. Eingeladen sind u. a. Vertreter der Opfergruppen sowie die Mitglieder des Präsidiums des Sächsischen Landtags und der Staatsregierung.

„Am 27. Januar erinnern wir an Millionen Kinder, Frauen und Männer, die zwischen 1933 und 1945 während des Nationalsozialismus ihr Leben verloren. Es gehört zur deutschen Staatsräson, dass wir zu allen Zeiten angemessen dieses einmaligen ,Zivilisationsbruchs‘ gedenken. Es geht darum, die Erinnerung auf ewig wachzuhalten, damit so etwas nie wieder geschieht“, so Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler.

Der Parlamentspräsident und Ministerpräsident Michael Kretschmer halten zu Beginn der Veranstaltung Ansprachen.

Musikalisches Gedenken

Ein Gedenkredner spricht in diesem Jahr nicht. Stattdessen kommt das „Quatuor pour la fin du temps“ („Quartett für das Ende der Zeit“) des französischen Komponisten Olivier Messiaen zur Aufführung. Messiaen verbrachte neun Monate im Görlitzer Kriegsgefangenenlager, wo er das Werk fertigstellte und zusammen mit anderen Lagerinsassen auch zur Uraufführung brachte.

Es musizieren Sofia von Freydorf (Violoncello), Elsa Klockenbring (Violine), Sebastian Ludwig (Klavier) und Moritz Pettke (Klarinette).

Hintergrund

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik Deutschland nationaler Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Er wurde vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 proklamiert. Seit 2006 gedenken der Sächsische Landtag und die Staatsregierung jedes Jahr an diesem Tag der Opfer mit einer gemeinsamen Veranstaltung.

Quelle: Sächsischer Landtag

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