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Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2020

Dresden | In einer gemeinsamen Veranstaltung am 27. Januar um 10 Uhr im Plenarsaal gedenken der Sächsische Landtag und die Sächsische Staatsregierung der Opfer des Nationalsozialismus.

Nach den Ansprachen von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler und Ministerpräsident Michael Kretschmer erfolgt eine Lesung aus dem Werk „Christus von Auschwitz“ nach einer Erzählung der polnischen Autorin und Holocaust-Überlebenden Zofia Posmysz durch das Theater Seniora.

Posmysz wurde in den 1940er Jahren verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. In dem Buch schildert die Autorin ihre Begegnungen mit dem Häftling Tadeusz Paolone-Lisowski. Das Buch erschien zum 25-jährigen Jubiläum der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz und ist ein gemeinsames Vorhaben der Konrad-Adenauer-Stiftung (Auslandsbüro Polen) und der Stiftung der Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz. Die Theatergruppe Seniora besteht seit 1993 und ist das älteste Seniorentheater der Stadt Dresden. Bei ihren Lesungen aus dem Werk „Christus von Auschwitz“ ist es der Theatergruppe besonders wichtig, dass die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht verblasst.

Die Gedenkveranstaltung wird durch musikalische Werke der Komponisten Ernest Bloch, Viktor Ullmann (ermordet 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau) und Arvo Pärt umrahmt.

Zur Gedenkstunde werden Repräsentanten aus Politik und öffentlichem Leben sowie Vertreter von Opferverbänden und interessierte Bürger erwartet. Besucher haben die Gelegenheit, eine Ausstellung über die Autorin Zofia Posmysz und ihr Werk „Christus von Auschwitz“ im Landtag zu besuchen.

Hintergrund | Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik Deutschland nationaler Gedenktag zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Er wurde vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 proklamiert. Seit 2006 gedenken der Sächsische Landtag und die Staatsregierung jedes Jahr an diesem Tag der Opfer mit einer gemeinsamen Veranstaltung.

Quelle: Pressemitteilung des Sächsischen Landtages 9/2020 vom 21.01.2020

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