fbpx

Gesprächsforum – Johann Amos Comenius Club

Stollberg | Montag, 17. Juni 2019  – Gesprächsforum des Johann Amos Comenius Club Sachsen (JACC) „Sie nahmen uns nicht nur die Freiheit“ – Frauen in politischer Haft | Gedenkstätte Frauenzuchthaus Hoheneck | An der Stalburg 6/7 | 09366 Stollberg

Hoheneck war das größte Frauengefängnis in der DDR und ein zentraler Schreckensort der politischen Verfolgung. 40 Prozent der Insassinnen waren aus politischen Grunden inhaftiert. Sie wollten die DDR verlassen, klebten Protestplakate, kritisierten öffentlich das System oder diskutierten über mögliche Veränderungen. Damit gerieten sie in das Visier des SED-Regimes, wurden verurteilt und kamen nach Hoheneck. Das ehemalige Frauengefängnis ist ein Ort, an dem die Herrschaftspraktiken des DDR-Systems wie unter einem Brennglas sichtbar werden.

Der 17. Juni mahnt uns jedes Jahr aufs Neue, der Opfer politischer Verfolgung in der DDR zu gedenken. Dabei war dieses Datum im Jahr 1953 ein erster Kristallisationspunkt, an dem die Brutalität des Regimes besonders deutlich wurde. Proteste wurden mit der ganzen Kraft eines autoritären Staats und mit Hilfe des sowjetischen Militärs niedergeschlagen. Die Angst vor einem möglichen Machtverlust in der Folge des „Arbeiteraufstandes“ führte zur Vervollkommnung der Repressionsmechanismen des Staates.

Hoheneck ist in diesem Sinn der richtige Ort, um an die Opfer sozialistischer Ideologie und den Mut der Menschen zu erinnern, gegen dieses Unrechtsregime aufzubegehren.

Programmpunkte

  • 17.00 Uhr Kranzniederlegung  – am Gedenkstein in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte
  • 18.00 – 19.30 Uhr Gesprächsforum
    • Begrüßung | Christian Hartmann MdL, Vorsitzender der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages
    • Impuls und im Gespräch | Sabine Pop, Zeitzeugin und Trägerin der Sächsischen Verfassungsmedaille
    • Moderation | Philipp Maurer, Kulturwissenschaftler
  • Schlusswort | Rico Anton MdL, Innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages und örtlicher Wahlkreisabgeordneter

Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages

Kommentar schreiben