Hochwasserschutzmaßnahmen

Landesdirektion Sachsen erlässt Planfeststellungsbeschluss für Hochwasserschutzmaßnahmen an der Zwickauer Mulde

Die Landesdirektion Sachsen hat am 31. Mai 2018 das Planfeststellungsverfahren für die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Zwickauer Mulde in Glauchau, Ortsteile Jerisau und Reinholdshain, abgeschlossen. Damit verfügt der Träger des Bauvorhabens, die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, über Baurecht.

Mit dem Bauvorhaben soll ein großflächiger Wasserrückhalteraum entstehen. Dazu werden die rechts- und linksseitig der Zwickauer Mulde gelegenen Deiche zunächst zurückgebaut. An gleicher Stelle ist eine Aufwallung geplant, die vor Hochwasser schützt, wie es statistisch gesehen, aller zehn Jahre auftritt (sog. HQ10). Darüber hinaus wird zur Sicherung der Bundesautobahn 4 linksseitig eine Hochwasserschutzmauer errichtet.

Die geplanten Maßnahmen führen zu einer deutlichen Verbesserung des Hochwasserschutzes. Im betreffenden Bereich wird mit einer Absenkung des Wasserspiegels bei Hochwasser von bis zu 40 Zentimetern gerechnet. Dies wirkt sich bei Jerisau positiv mit einem etwa 20 Zentimeter geringerem Wasserstand aus.

Die Vorhaben sind Bestandteil mehrerer entlang der Zwickauer Mulde umzusetzender und bereits realisierter Hochwasserschutzmaßnahmen. Ziel aller Bauvorhaben ist es, die Ortslage Jerisau zukünftig vor einem Hochwasser mit einem statistisch 100-jährigen Wiederkehrintervall (HQ100) zu schützen.

Der Planfeststellungsbeschluss und die festgestellten Planunterlagen werden in der Stadtverwaltung Glauchau für Jedermann zur Einsicht öffentlich ausgelegt. Der Termin der Auslegung wird vorher ortsüblich bekannt gemacht.

Quelle: Medienservice Sachsen

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