Landesgartenschau in Frankenberg gestartet

Nach drei Bewerbungen und zwei Jahren intensiver Bautätigkeit hat in Frankenberg am 20. April 2019 die 8. Sächsischen Landesgartenschau ihre Pforten geöffnet. Sie kann von den Frankenbergern und ihren Gästen bis zum 6. Oktober besucht werden.

„Ich danke den Gärtnereien, Baumschulen, den Garten- und Landschaftsbaubetrieben, den Verbänden, Vereinen und Behörden, die zu diesem tollen Ausstellungsprogramm beitragen“, freut sich Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Das ehemals unzugängliche Gelände am Mühlbachtal in der Frankenberger Innenstadt wurde in den naturnahen „Paradiesgarten“ umgestaltet. „Das neu gestaltete Mühlbachtal zeigt, was Landesgartenschauen alles leisten können und wie nachhaltig die Investitionen sind“, so Schmidt weiter. „Innerstädtische Wegebeziehungen wurden erschlossen, Freizeit- und Erholungsräume sind entstanden. Der renaturierte Mühlbach sowie das naturnah gestaltete Gelände werden Frankenberg auch lange nach der Landesgartenschau schöner machen.“

Nachdem wichtige Hochwasserschutzmaßnahmen sowie Abbrucharbeiten alter Industrieanlagen in der Zschopauaue abgeschlossen waren, wurde das Gelände mit der Grün- und Freiraumplanung der Landesgartenschau in eine grüne Freizeit- und Erholungsoase umgestaltet. In diesem Geländeteil stehen in der Nachnutzung Sport und Spiel im Vordergrund. Während der Durchführung der Landesgartenschau werden verschiedene gärtnerische Schauanlagen, Mustergärten sowie umfangreiche Flächen, die je nach Jahreszeit mit den dann blühenden Pflanzen versehen werden, die Leistungsfähigkeit des gärtnerischen Berufsstandes in Sachsen präsentieren.

Der Freistaat Sachsen unterstützt auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes auch die 8. Landesgartenschau finanziell. Für die erforderlichen Investitionen wurde ein Zuschuss von 3,5 Millionen Euro bereitgestellt, der auch als Eigenanteil für die Einwerbung weiterer Mittel aus Förderprogrammen des Landes, des Bundes oder der Europäischen Union (EU) genutzt werden konnte. Die Durchführung der Schau und die Beteiligung der Fach- und Interessensverbände wird mit weiteren 300 000 Euro unterstützt.

Erstmals wird in Frankenberg die Landesgartenschau auch Ort des Sächsischen Hochwasserschutztages sein. Nach der Premiere im vergangenen Jahr in Bad Schandau wird der 2. Sächsische Hochwasserschutztag am 15. Juni 2019 in Frankenberg stattfinden. Haus- und Grundstücksbesitzern bietet der Tag eine ideale Gelegenheit, sich einen Überblick über die Möglichkeiten und Techniken zu verschaffen, mit denen sie ihr Haus vor Hochwasser schützen können. Präsentiert wird dann auch der neu entwickelte „Sächsische Hochwasservorsorgeausweis“. Mit diesem Ausweis kann für jedes Haus die Gefährdung und das Schadensrisiko durch Flusshochwasser, Starkregen, Kanalrückstau und Grundwasseranstieg zuverlässig ermittelt werden. Gleichzeitig bekommt der Hauseigentümer Vorschläge, mit welchen oft einfachen Schutzmaßnahmen das Schadensrisiko deutlich verringert werden kann.

Landesgartenschauen finden in Sachsen seit 1996 statt. Austragungsorte waren bisher Lichtenstein (1996), Zittau (1999), Großenhain (2002), Oschatz (2006), Reichenbach (2009), Löbau (2012) und Oelsnitz/Erzgebirge (2015). In Vorbereitung befindet sich die im Jahr 2022 stattfindende 9. Landesgartenschau in Torgau.

mit Quelle: Medienservice Sachsen

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