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Landwirte können ökologische Vorrangflächen für Futter nutzen

Mit einer landesweiten Ausnahmeregelung gibt Sachsen ab dem 1. Juli 2020 ökologische Vorrangflächen für die Futternutzung frei. Die anhaltende Trockenheit und fehlende Wasserreserven im Boden haben dazu geführt, dass beim ersten Futterschnitt in Sachsen vielfach lediglich vierzig bis sechzig Prozent des normalen Ertrages erreicht wurden. Damit ist die reguläre Futterversorgung der Tierbestände gefährdet.

Um Direktzahlungen zu erhalten, müssen die Landwirtschaftsbetriebe unter anderem Verpflichtungen und Auflagen des sogenannten Greening einhalten, zu denen auch brachliegende ökologische Vorrangflächen gehören. Wenn die Futterversorgung durch außergewöhnliche Umstände wie ungünstige Witterung gefährdet ist, können diese Flächen ausnahmsweise beweidet oder gemäht werden. Dieser Freigabe geht eine fachliche Prüfung voraus. Dabei schätzt das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Niederschlagsverlauf und Futteraufwuchs ein.

Die Nutzung der ökologischen Vorrangflächen muss nicht beantragt oder genehmigt werden. Lediglich für den verbleibenden Zeitraum der Anbaudiversifizierung (1.7. bis 15.7.2020) müssen Betriebe die bis zum 15. Juli genutzten Flächen anzeigen. Ab dem 16. Juli ist die Anzeige nicht mehr erforderlich.

Quelle: Medienservice Sachsen

 

 

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