fbpx

LEADER fördert die Region

(07. August 2019) Insgesamt 30 LEADER-Gebiete haben sich im Freistaat Sachsen im Jahr 2014 gebildet – jedes von ihnen ausgestattet mit einem eigenen Budget, mit dem Vorhaben im ländlichen Raum gefördert werden können. Insgesamt standen den LEADER-Gebieten 427 Millionen Euro zur Verfügung. Die 30 Gebiete setzen eine eigene Entwicklungsstrategie mit individuellen Schwerpunkten um. Staatsminister Thomas Schmidt hat sich in allen 30 LEADER-Gebieten über die regional sehr unterschiedlichen Zielsetzungen und beispielhafte Projekte informiert.

„Jedes einzelne LEADER-Gebiet hat gezeigt, wie kreativ der ländliche Raum ist und dass seine Einwohner voller Ideen stecken. Mich haben die große Vielfalt der Projekte und das enorme Engagement aller Akteure sehr beeindruckt“, sagte Staatsminister Schmidt beim Besuch seines 30. LEADER-Gebietes. „Deswegen werden wir den LEADER-Ansatz weiter verfolgen und weiterhin daran arbeiten, bürokratische Hemmnisse abzubauen.“

Hintergrundinformationen:

Nach den guten Erfahrungen mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) eröffnete der Freistaat Sachsen den Regionen für die Jahre 2014 bis 2020 noch größere Gestaltungsmöglichkeiten in der regionalen Entwicklung und übertrug mehr Verantwortung bei der Verwendung der Fördermittel. Bei der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums setzt Sachsen wie kein anderes Bundesland auf das LEADER-Prinzip: Die Akteure im ländlichen Raum können nahezu flächendeckend die Vorteile eigenständiger Strategien einschließlich der Verantwortung für ihr Budget nutzen. Die Regionen erhalten 40 Prozent der Mittel des sächsischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR). Mit diesem hohen Anteil ist Sachsen europaweit an der Spitze.

Nach dem Aufruf des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) haben sich die 30 sächsischen Regionen gebildet und sich mit ihren Entwicklungsstrategien um die Anerkennung als LEADER-Gebiet beworben.Im April 2015 wurden alle Strategien bewilligt. Die LEADER-Gebiete bestimmen nun in einem transparenten Verfahren selbst, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Die Strategien sind die Basis für thematische Aufrufe, nach denen sich Bürger, Unternehmen, Vereine und Gemeinden um eine Förderung bewerben können. Ein Entscheidungsgremium wählt nach den regionalen Prioritäten die Vorhaben aus. Die Bewilligung der Förderung erfolgt durch die jeweiligen Landratsämter.

LEADER (französisch: „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“) ist eine Initiative der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume unter maßgeblicher Mitarbeit der Bevölkerung. Die finanzielle Unterstützung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erfolgt aus ELER-Mitteln sowie aus sächsischen Landesmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

LEADER in Sachsen: www.smul.sachsen.de/laendlicher_raum/

mit Quelle: Medienservice Sachsen

Kommentar schreiben