Mehr Speisefische aus Sachsen

Kamenz | Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im Jahr 2016 in den sächsischen Aquakulturbetrieben insgesamt 2.528 Tonnen Speisefische erzeugt. Das sind fast acht Prozent mehr als im Vorjahr (2.345 Tonnen). Gemessen an der gesamten Speisefischproduktion Deutschlands befindet sich Sachsen im Bundesvergleich nach Bayern (29 Prozent) und Niedersachsen (15 Prozent) mit einem Anteil von 13 Prozent an dritter Stelle.

Mehr als 3/4 der in Sachsen produzierten Speisefische sind Karpfen. 1.947 Tonnen dieser Fischart, das sind 219 Tonnen mehr als im Vorjahr, wurden in den sächsischen Teichwirtschaften erzeugt. An zweiter Stelle folgt der Afrikanische Wels. Diese Fischart wird ausschließlich in Kreislaufanlagen gehalten. Die Erzeugungsmenge lag bei 162 Tonnen, das sind neun Tonnen bzw. fünf Prozent weniger als 2015. Am dritthäufigsten wurde die Regenbogenforelle mit einer Erzeugungsmenge von 139 Tonnen erfasst. Das sind zehn Tonnen bzw. acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Weitere wichtige Fischarten sind Schleie (51 Tonnen) und Sibirischer Stör (49 Tonnen).

96 Prozent der gesamten Aquakulturproduktion in Sachsen erfolgte in Betrieben mit einer Jahresproduktion von über fünf Tonnen. 85 Prozent der Fische wurden in Teichen, sechs Prozent in Becken, Fließkanälen oder Forellenteichen und acht Prozent in anderen Erzeugungsverfahren (z. B. Kreislaufanlagen) produziert.

Die Landkreise Görlitz und Bautzen sind mit 35 bzw. 27 Prozent der Gesamtproduktion die wichtigsten sächsischen Aquakulturregionen. Hier werden vorrangig Karpfen gehalten.

Auskunft erteilt Thorsten Krause | Tel.: (03578) 33-3171 | Daten sind für Sachsen und teilweise für Landkreise erhältlich – weitergehende Veröffentlichungen finden Sie im Statistischer Bericht C VI 2 – j/16

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes 98/2017 vom 10.07.2017

Kommentar schreiben