Minister Schmidt im Gespräch

Lichtenstein | Am 21. März 2018 fand im Probensaal des HELMNOT ein Informationsabend mit Thomas Schmidt, dem Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, statt. Das HELMNOT-Team hatte als Überraschung die Räumlichkeiten dem Thema angepasst und ein ländliches Ambiente geschaffen – einfach Dank. Der Einladung der Landtagsabgeordneten Ines Springer waren Landwirte, Vertreter aus Produktionsbetrieben, Kleingarten- und Imkervereinen sowie interessierte Bürger gefolgt.

Als Einstieg ins Thema sprach der Minister zu »Wirtschaft 4.0 – Chancen für den ländlichen Raum«. Die Anforderungen an mittelständige Unternehmen, Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe sind komplex und sie stehen vor großen Herausforderungen, müssen innovativ und flexibel sein. Die Industrie 4.0 macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt, ob IoT (Internet der Dinge) oder smart farming. Ein Landwirt ist nicht nur Ackerbauer oder Viehzüchter – er ist auch Techniker, Programmierer, Manager und Landschaftspfleger.

In einer lockeren Runde wurden verschiedene Themenkomplexe angesprochen, wie zum Beispiel:

  • Bürokratieabbau,
  • Arbeitszeitgesetz,
  • Rückbau von Kleingartenparzellen,
  • Bedeutung des landwirtschaftlichen Berufs,
  • hoher Ausbildungsgrad in der Landwirtschaft (41 Prozent haben einen höheren Abschluss als den Facharbeiter).

In der Diskussion wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, komplexe Abläufe zu vereinfachen, Antragsformalitäten zu entfrachten und dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Bedeutsam ist auch, Plattformen zu schaffen, um zu bestimmten Themen Partner aus unterschiedlichen Branchen mit ihrem know how zusammenzuführen. Ein Beispiel dafür ist die »Zukunftsinitiative simul+«.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der sächsischen Initiative »ELER-RESET«, die eine Neuausrichtung der EU-Förderung für den ländlichen Raum in der neuen Förderperiode ab 2021 zum Ziel hat. Die Landtagsabgeordnete bedankte sich ausdrücklich beim Minister für seinen persönlichen Einsatz in Brüssel. „Es ist außergewöhnlich, dass ein regionaler Minister es schafft, auf EU-Ebene Gehör zu finden und das er von vielen Akteuren im In- und Ausland Zustimmung und Unterstützung für seine Vorschläge erhält.“

„Die ungezwungene Gesprächsatmosphäre hat mich beeindruckt. Für uns als Abgeordnete sind die Anregungen und Hinweise wichtig, um in den fachspezifischen Gremien die richtigen Entscheidungen zu treffen – dafür meinen Dank“, so Ines Springer.

 

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