fbpx

Novellierung der Sä. Landesstipendienverordnung zum kommenden Wintersemester geplant

Dresden (22. Dezember 2021) | Immer mehr Studierende in Sachsen entscheiden sich, nach erfolgreichem Studienabschluss zu promovieren. Das Landesstipendium, eine Möglichkeit zur Finanzierung des Lebensunterhalts in dieser Zeit, soll zum kommenden Wintersemester weiter verbessert werden. Auf Antrag der Koalitionsfraktionen hat jetzt der Sächsische Landtag dazu diskutiert.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »Ich bin den Fraktionen von CDU, Bündnisgrünen und SPD dankbar für die Debatte. Das Landesstipendienprogramm ist ein wichtiges Instrument zur Förderung zum Start wissenschaftlicher Karrieren bei uns in Sachsen. So wie sich die Rahmenbedingungen ändern, muss auch der Freistaat die Förderinstrumente regelmäßig anpassen. Wir wollen deshalb zum kommenden Wintersemester das Landesstipendienprogramm weiterentwickeln und noch attraktiver machen. Neben einer geplanten Anhebung der Fördersumme soll eine Teilzeitoption geschaffen werden. Davon profitieren junge Promovierende, die gerade eine Familie gegründet haben. Zudem sollen künftig Mittel, die nicht abgerufen werden schnell wieder für andere Interessierte bereitstehen.«

Dass Mittel zum Teil nicht genutzt werden, liegt einerseits an Abbrüchen des Promotionsverfahrens. Aber auch der Wechsel auf eine Stelle und damit zu einem höheren Einkommen führt zur Rückgabe des Stipendiums. Weitere Ziele der Novellierung sind, die Hochschulen für angewandte Wissenschaften enger einzubeziehen und das Verwaltungsverfahren zu straffen.

Hintergrund • 2019 konnten in Sachsen mehr als 1600 Promotionsurkunden überreicht werden. Im Vergleich zu 2005 ist das ein Anstieg von etwa 60 Prozent. Traditionell stark vertreten sind die Mediziner – mit etwa 30 Prozent aller erfolgreichen Promotionsverfahren. Noch stärker repräsentiert sind die Fächergruppen Mathematik/ Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften, die zusammen fast die Hälfte aller Promotionen ausmachen. In Sachsen promovieren derzeit rund 12.900 Personen 572 Promotionsverfahren werden in Kooperation mit einer Forschungseinrichtung und 676 in Kooperation mit einer Hochschule für angewandte Wissenschaften durchgeführt. Neben Promovierenden, die von den Hochschulen auf Qualifikation- oder Drittmittelstellen beschäftigt werden, sind etwa ein Drittel immatrikulierte Promovierende, d. h. sie sind in Promotionsstudiengang eingeschrieben. Für diese und auch für die sogenannten freien Promotionen bieten Stipendienprogramme eine Möglichkeit zur Finanzierung des Lebensunterhalts.

Mit dem landeseigenen Stipendienprogramm werden derzeit 66 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert. Die Förderhöhe beträgt monatlich 1350 Euro Grundstipendium. Wie die Fördersummen künftig gestaltet werden, wird nach den Haushaltsverhandlungen festgelegt. In diesem Jahr stehen für die Landesgraduiertenförderung insgesamt 1,65 Millionen Euro und im nächsten 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Quelle Medienservice Sachsen – https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1033793

Kommentar schreiben