Spitzenkandidat gewählt

Dresden (18. März 2017) | Bei der allgemeinen Landesvertreterversammlung im Internationalen Congress Center (ICC) wählten heute 183 Vertreterinnen und Vertreter der dreizehn CDU-Kreisverbände die Kandidatinnen und Kandidaten der Sächsischen Union zur Bundestagswahl. Auf Platz 1 mit 98,3 Prozent der Stimmen wurde der amtierende Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière gewählt. Er ist der Spitzenkandidat der Landesliste.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen die beiden langjährigen Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz und Katharina Landgraf. Yvonne Magwas und Carsten Körber wurden auf Platz vier und fünf der Landesliste gewählt. Insgesamt umfasst die Landesliste der Sächsischen Union 20 Kandidatinnen und Kandidaten.

In seiner Rede stimmte Thomas de Maizière die Parteifreunde auf intensive Auseinandersetzungen im Wahlkampf ein. „Dieser Wahlkampf wird härter als die beiden vorangegangenen. Es gibt keinen Anspruch zu regieren. Das muss man sich verdienen und erarbeiten.“ Während sich die SPD, so de Maizière, „in der Aufarbeitung und Rückabwicklung der Vergangenheit, vor allem der eigenen, badet“, will die Union „über eine gute Zukunft unseres Landes streiten“.

Aufgabe der CDU ist es, Politik für die Mehrheit der Gesellschaft zu machen und nicht immer Minderheiteninteressen in den Blick zu nehmen. „Unser Bemühen muss den ‚Normalos‘ gelten“, sagte Thomas de Maizière. In der Flüchtlingspolitik ist es die Hauptaufgabe der kommenden Monate, das kriminelle Treiben der Schlepper zu beenden. „Momentan entscheiden die Schlepper und das Portemonnaie der Flüchtlinge, wer nach Europa kommt. Das ist die denkbar inhumanste Art und Weise der Auswahl. Ich will, dass Europa entscheidet, wer zu uns kommt – und nicht die Schlepper.“

Abschließend rief der Bundesinnenminister die Delegierten zu einem selbstbewussten Wahlkampf auf: „Nur wenn wir von uns überzeugt sind und als Union geschlossen auftreten, können wir auch die Wählerinnen und Wähler von uns überzeugen.“

Zuvor hatte bereits der Landesvorsitzende der Sächsischen Union, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, in seiner Rede die Marschrichtung für die Bundestagswahl vorgegeben: „Unser Ziel ist es, dass die Union in Sachsen wieder alle Wahlkreise direkt gewinnt, damit unsere Interessen in Berlin gut vertreten sind. Und damit wir einen starken sächsischen Beitrag dazu leisten, dass die Union mit Angela Merkel die Bundeskanzlerin stellt, und Deutschland keine linke Republik wird. Und lassen wir uns nicht von schnellen Umfragen ein halbes Jahr vorher verunsichern: Mit Geschlossenheit, einer überzeugenden Bilanz und den richtigen Antworten auf die Zukunftsthemen werden wir die Bundestagwahl gewinnen.“

Die Wahl im September, so Tillich, werde eine Richtungswahl. Dabei umriss er den Markenkern der Union: Freiheit und Verantwortung als Bestandteile der sozialen Marktwirtschaft statt Umerziehung und Umverteilung; Vertrauen in unsere Unternehmer, statt Misstrauen und Bevormundung; Vernunft statt Ideologie.

„Wir als Sächsische Union werden uns dafür einsetzen, dass das Wirtschaftsprofil unserer Partei wieder gestärkt wird. Wir wissen, dass Wirtschaft nicht alles ist, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts: Richtige Wirtschaftspolitik ist die beste Sozialpolitik.“ Neben der Wirtschaftspolitik werden die Themen Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt entscheidend sein für die Zukunft unseres Landes. „Auf die Union können sich die Polizistinnen und Polizisten und die Gesellschaft verlassen! Bei Einwanderung und Asyl stehen wir für klare Regeln und deren konsequente Anwendung.“ Anders SPD und Grüne:  „In Fragen von Asyl und Energie ist Rot-Grün die Ideologie wichtiger als die Lösung von Problemen. Das ist postfaktisches Handeln“, machte der Ministerpräsident deutlich. Eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bedeutet vor allem eine Stärkung der Familien. „Die Familien, bei denen Mütter und Väter die eigene Arbeit, die Erziehung und vielleicht auch gesellschaftliches Engagement unter einen Hut bringen: Sie haben unsere Unterstützung verdient. Sie müssen wir entlasten – das ist Familienfreundlichkeit“, forderte Tillich.

„2017: Es geht um etwas, in diesem Jahr geht es um viel“, so der CDU-Landeschef. „Wir gewinnen die Wahl, wenn wir geschlossen und gemeinsam mit unserer Spitzenkandidatin auf Sieg setzen. Unterstützen wir deshalb unsere Kandidatinnen und Kandidaten, damit Sachsens Interessen weiter gut im Bundestag vertreten werden. Und sorgen wir dafür, dass die Union  die nächste Regierung führt  und Angela Merkel unsere Kanzlerin bleibt.  Es geht nicht um den Mann aus Würselen. Es geht um Deutschland!“

mit Quelle: CDU Landesverband Sachsen

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