Staatsministerin zu Besuch

Glauchau | Am 29. September 2017 war Frau Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst in meinem Wahlkreis zu Gast. In der Berufsakademie (BA) Sachsen Staatliche Studienakademie Glauchau nahm sie am Praxispartnertreff und anschließend in der Galerie art gluchowe an einem Künstlergespräch teil.

Der Praxispartnertreff ist an der BA in Glauchau eine feste Größe, ist doch die Praxis ein wichtiger Bestandteil des Studiums. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Praxispartner zur Beratung und zum Gedankenaustausch.

Am 29. September waren neben der Staatsministerin und dem Direktor der Staatlichen Studienakademie Prof. Dr. Rafeld u.a. Vertreter von KOMSA Kommunikation Sachsen AG | eins Energie in sachsen GmbH & Co. KG | Continental Automotive GmbH | Volkswagen Sachsen GmbH | B&O Wohnungswirtschaft GmbH sowie der Berufsakademie zugegen. Die Praxispartner betonten, das sie sowohl die sehr gute fachliche Wissens- und Kompetenzvermittlung sowie den hohen Praxisanteil während der Studienzeit schätzen. Der Bedarf an gut ausgebildeten BA-Studenten ist an den Unternehmen ungebrochen hoch. Es sind für die Studenten drei harte Jahre, jedoch sind sie sehr gut auf die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt vorbereitet und haben Durchhaltevermögen – so die einhellige Meinung.

Die Unternehmer wiesen in dem Gespräch auch darauf hin, dass mit dem Fachkräftemangel auch ein Mangel an Führungsnachwuchs einher geht. Erschwerend kommt hinzu, dass immer Weniger bereit sind sich weiterzubilden und Verantwortung zu übernehmen.

Im Teil II des Besuches war die Staatsministerin im Schloss Forderglauchau in der Galerie art gluchowe zum Künstlergespräch zu Gast.

Nach der Begrüßung durch Ines Springer und einer lockerern Vorstellungsrunde ging es auch schon los. Das Themenspektrum war breit gefächert und was kam nicht alles in der einen Stunde zur Sprache – von der Wismutkunst und ihrem Erbe, über die Wurzeln der IBUG in Meerane und ihren Erfolg bis hin zur SommerKunstWerkstatt als Mitmachwerkstatt im Schloss Forderglauchau – spannte sich der Bogen. Die Ministerin verblüffte den Meeraner Graffiti-Künstler TASSO mit ihrem Wissen über die IBUG und Graffiti und sorgte für das ein oder andere Schmunzeln.

Es ging um die Kulturraumförderung, die Stärkung der Kultur im ländlichen Raum, Galeriearbeit und auch um die vier Schlösser im Wahlkreis [Waldenburg (das jüngste Schloss in Sachsen), Forder- und Hinterglauchau (einzigstes Doppelschloss in Sachsen) sowie Lichtenstein (in privater Hand) und alle unter dem Wappen der Schönburger]. Vertreter verschiedener Kunstrichtungen und Stile saßen gemeinsam am Tisch – Frithjof Herrmann und Jens TASSO Müller ebenso wie die Leiterin der Galerie ART IN Meerane Friederike Alb und Thorsten Dahlberg, Vorsitzender des Kunstvereins der Stadt Glauchau art gluchowe e.V..


Hintergrund BA

Im Freistaat Sachsen gibt es neben den Hochschulen das besondere Studienangebot der sieben Studienakademien der BA Sachsen, an denen Staat und Wirtschaft gleichberechtigt die Verantwortung tragen. Ca. 4.500 Studenten sind an den Standorten in Bautzen, Breitenbrunn, Dresden, Glauchau, Plauen, Leipzig und Riesa immatrikuliert. Der zeitlich begrenzte, straffe Studienablauf und die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Theorie und betrieblicher Praxis schaffen für die Absolventen und Unternehmen viele Vorteile. So zum Beispiel

  • direkter Wissenstransfer über die Studenten in die Unternehmen und umgekehrt an die BA
  • Verfestigung und Anwendung des Gelernten bei den Absolventen
  • Fachkräftesicherung und -bindung
  • Absolvent kennt das Unternehmen und seine zukünftigen Aufgaben – er kann „reinwachsen“
  • Unternehmer hat einen nahtlosen Übergang und eine sofort verfügbare gut ausgebildete Fach- bzw. Führungskraft
  • durch den festen Dreimonatsrhythmus bei Akademie- und Unternehmensaufenthalten sehr gute Planbarkeit des studentischen Einsatzes

 


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