Teilfreigabe Kreisverkehr

Lichtenstein | Am Donnerstag, dem 5. Juli 2018 wurde in Lichtenstein die langersehnte Teilfreigabe des Kreisverkehres im Zentrum der Stadt – der sogenannten Großen Brücke – vollzogen.

Im Beisein der Landtagsabgeordneten Ines Springer, des Niederlassungsleiters Frank Petzoldt – Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) Niederlassung Plauen, der beteiligten Baufirmen und Planungsbüros sowie vieler interessierter Bürger gab der Bürgermeister der Stadt Lichtenstein den Kreisverkehr frei.

Niederlassungsleiter Frank Petzold dankte allen Beteiligten für den relativ ungestörten Bauablauf und insbesondere der Scharnagl GmbH für die Reaktionen auf die Herausforderungen. Der Bau hatte mit der ein oder anderen Hürde zu kämpfen – viele Umleitungsstrecken mussten koordiniert werden, Hochwasser und starker Frost sowie unerwartet auftretende zusätzliche Aufgaben sorgten für Bauverzögerungen. Die Kosten für die bisherige Baumaßnahme – Teilfreigabe des Kreisverkehres – betrugen 2,6 Millionen Euro bei einer 90-prozentigen Förderung des Freistaates Sachsen.

Im Kreisverkehr wurden u.a. verbaut:

  • 1.300 Quadratmeter Asphalt
  • 500 Meter Borte
  • 450 Quadratmeter Pflaster
  • Überführungsbauwerk mit 5 Metern Breite und einer lichten Höhe von 1,80 Meter (Hochwasserschutz)
  • 64 Tonnen Stahl

v.l.n.r. Annett Richter – Ortsvorsteherin Heinrichsort, Stefan Matthes – Baudezernent Landkreis Zwickau, Frank Petzold – Niederlassungsleiter LASuV, Ines Springer – Landtagsabgeordnete, Lothar Bieling – CDU-Stadtrat, Gerd Aischmann, Gerhard Warnat – CDU-Stadtrat

Im Mai 2017 war endlich Baubeginn – die Finanzierung und Vorplanung erstreckte sich im Vorfeld über Jahre und brauchte einen langen Atem von Altbürgermeister Wolfgang Sedner sowie der Landtagsabgeordneten Ines Springer.

„Die historischen Handelswege bilden die Basis für die heutigen Straßenverbindungen in Lichtenstein. Der neue Kreisverkehr ist heute wie damals zentraler Verkehrsknotenpunkt. Nach Beendigung der umfangreichen Baumaßnahmen sind der Hochwasserschutz sowie die Optimierung des Verkehrsflusses den heutigen Erfordernissen angepasst.“, so Ines Springer.

 

 

Hintergrund

Die Staatsstraße S255 (Hartensteiner Straße bis zur Niclaser Straße) erfährt eine grundhafte Erneuerung, die durchschnittliche Breite beträgt 6,50 Metern, es gibt Stellflächen für PKW. Erneuert oder teilweise umverlegt werden Trink- und Abwasser, Strom und Gas, Fußwege sowie 13 öffentliche Straßenanbindungen. Vieles läuft parallel und all die Gewerke unter einen Hut zu bekommen, bedeutet nicht nur logistisch eine Herausforderung. An der Kreuzung Hartensteiner Straße / Ernst-Thälmann-Straße / Glauchauer Straße / Innere Zwickauer Straße ist ein Kreisverkehr entstanden. Parallel zum Straßenbau erfolgt die umfangreiche Sanierung des Rödlitzbaches mit neuer Stützmauer auf 154 Metern Länge an der Hartensteiner Straße. An der Glauchauer Straße zwischen Innenstadtkreuzung und Kinobrücke erfolgte eine Generalüberholung.

Bereits im Jahr 2000 begannen die Planungen für das gewaltige Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 7,5 Millionen Euro. Mit der Unterzeichnung der Ortsdurchfahrts(OD)-Vereinbarung zwischen der Stadt Lichtenstein und dem Freistaat Sachsen im Juli 2015 begann die tatsächliche Umsetzung. Der unermüdliche Einsatz des damaligen Bürgermeisters Wolgang Sedner hat dies erst möglich gemacht.

Mit diesem Vorhaben schließt das Straßenbauamt die letzte Lücke in der S 255. Im Jahr 2011 wurde das Teilstück vom DRK-Krankenhaus Lichtenstein bis zum Bahnübergang übergeben. Bereits 2006/2007 erfuhr der gesamte Bereich der Anbindung ab Homa-Einrichtungshaus in Richtung Heinrichsort eine Umgestaltung. Eine durchgehende neue Verbindung über die Glauchauer Straße, das Gewerbegebiet „Am Auersberg“ und die Umgehungsstraße bis zur A4 Anschlussstelle Hohenstein-Ernstthal existiert bereits. Wenn die Innenstadtkreuzung komplett zum Kreisverkehr umgebaut ist, wird zugleich eine seit mehr als 20 Jahren existierende Verkehrsplanung vollständig Realität. Die Stadt Lichtenstein ist angebunden an beide Autobahnen (A4 und A72) und die Bundesstraße 173.

Die Maßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

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