Tiefe Trauer um Staatsmann und großen Deutschen

Helmut Kohl »ein Glücksfall für uns Deutsche«

„Ich verneige mich vor seinem Angedenken“, so die Kanzlerin in Rom nach dem Tod von Altkanzler Kohl, der am Freitag (16. Juni 2017) im Alter von 87 Jahren verstorben war. Kohl sei als »Kanzler der Einheit« und als Staatsmann »ein Glücksfall für uns Deutsche« gewesen. Außenminister Gabriel hob Kohls Verdienste um die Einigung Europas hervor.

Entschlossen und geschickt hätten Kohl und seine Mitstreiter die Gunst der Stunde genutzt und so die Deutsche Einheit erreicht. „Das war höchste Staatskunst im Dienste der Menschen und des Friedens“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Deutschen hätten Kohl viel zu verdanken.

Merkel hob in ihrer Stellungnahme auch ihre große persönliche Verbundenheit mit dem Verstorbenen hervor: „Helmut Kohl hat auch meinen Lebensweg entscheidend verändert“, sagte die Kanzlerin am Abend in Rom, wo sie am Samstag von Papst Franziskus in einer Audienz empfangen wird.

Kanzler der Einheit und Ehrenbürger Europas

Kohls Wirken sei Merkel zufolge von den beiden wichtigsten Aufgaben der deutschen Politik der letzten Jahrzehnte bestimmt gewesen: „die Wiedererlangung der Einheit unseres Vaterlandes und die Einigung Europas. Helmut Kohl verstand, dass das eine und das andere untrennbar verbunden waren, und er hat sich um beide Ziele wie kaum ein anderer verdient gemacht“, sagte Merkel.

Seine beiden Ehrenbezeichnungen drückten dies aus, so die Kanzlerin weiter: “ »Ehrenbürger Europas«, diesen Titel haben ihm die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union verliehen, und Kanzler der Einheit. So sehen ihn Millionen von Deutschen, und das bleibt er in den Geschichtsbüchern und in unserer Erinnerung.“

Quelle: bundeskanzlerin.de

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