Übergabe Förderbescheid

Glauchau (10. Juli 2017) | Heute hat Umweltstaatssekretär Herbert Wolff in Glauchau zwei Förderbescheide aus dem Programm »Brücken in die Zukunft« an den Landrat des Landkreises Zwickau, Dr. Christoph Scheurer, übergeben. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 3,85 Millionen Euro.

Als Schulträger erhält der Landkreis etwa 1,9 Millionen Euro für die energetische Sanierung des Gymnasiums „Am Sandberg“ in Wilkau-Haßlau.

Den zweiten Förderbescheid in Höhe von 1,95 Millionen Euro erhält der Landkreis für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes (Haus 2) am Gerhart-Hauptmann-Weg in Glauchau.

Mit der Baumaßnahme im Gesamtumfang von etwa von 2,6 Millionen Euro werden unter anderem Sanitärausstattung, Heizungstechnik, Brandschutz, Elektroleitungen und Datenleitungen erneuert. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude bekommt einen neuen Aufzug und die Zimmertüren werden auf 1,01 Meter verbreitert. Damit wird ein Beitrag zur barrierefreien Verwaltung geschaffen.

Dieses Projekt ist ein wichtiger Bestandteil zur Umsetzung des Standortkonzeptes des Landkreises Zwickau. Die mit diesem Bescheid zur Verfügung gestellten Steuermittel werden ergänzt durch 650.000 Euro Eigenmittel des Landkreises Zwickau.

Das heutige Verwaltungsgebäude wurde 1936 von den Überlandwerken Glauchau als Lehrlingswohnheim und Ausbildungstätte errichtet. Bis 1990 gehörte es dem Energieversorger, bevor es im Anschluss der Landkreis übernahm. Für die Sanierung, die bis 2018 dauert, wurde das komplette Gebäude freigezogen. Nun haben hier ersteinmal die Handwerker das Sagen.

Staatssekretär Herbert Wolff: „Die Investitionsprioritäten der Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat Sachsen sind vielfältig. Die Sanierung dieser beiden Einrichtungen steht dabei für viele weitere Gebäude im Freistaat Sachsen. Mehr als 2.000 Schulen, Kindergärten, Sportstätten, Straßen und eben auch Verwaltungsgebäude werden mit diesem Programm unterstützt. Ich freue mich, dass die sächsischen Kommunen das Programm auf breiter Front nutzen, um ihre Infrastruktur fit für die Zukunft zu machen“.

Bei der Inanspruchnahme des Programmes »Brücken in die Zukunft« zeigen sich zwei Schwerpunkte – die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten sowie von Verwaltungsgebäuden. Erstere machen etwa die Hälfte der Maßnahmen aus und ca. 2/3 der Mittel fließen in diesen Bereich. „Die Kommunen investieren in ihre Zukunft – die Kinder“, so der Staatssekretär.

Hintergrund

Das Programm »Brücken in die Zukunft« wurde vom Sächsischen Landtag im Dezember 2015 aufgelegt. Mit insgesamt 800 Millionen Euro ist es das größte Investitionsprogramm in die kommunale Infrastruktur seit dem Jahr 1990. Es dient der weiteren Verbesserung der Infrastruktur in den sächsischen Städten, Gemeinden und Landkreisen. Die sächsischen Kommunen hatten im Vorfeld des Förderverfahrens Maßnahmepläne erstellt, welche durch die Staatsregierung bestätigt wurden.

Etwa 156 Millionen Euro des Programms stammen aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes des Bundes. Jeweils 322 Millionen Euro stammen von der kommunalen Seite sowie auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes vom Freistaat Sachsen. Bei einem Fördersatz von bis zu 75 Prozent werden insgesamt Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro ermöglicht.

Ines Springer: “Es ist gut, dass es dem Sächsischen Landtag gelungen ist, die Projektmittel aus den verschiedenen Quellen so zu bündeln, dass ein gutes Konjunkturpaket für Sachen entstanden ist. Eine Grundlage dafür, dass Sachsen eine gute Wirtschaftskraft entwickeln kann.“

mit Quelle: Medienservice Sachsen

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