Vorlesewettbewerb

Foto: privat

Glauchau | Am Freitag (02. Februar 2018) fand im Konzertsaal des Schlosses Forderglauchau der Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbes der Region des Altkreises Chemnitzer Land statt. Die Stadt- und Kreisbibliothek Glauchau organisiert seit 1990 den Wettbewerb und richtet den Kreisentscheid aus.

Die fünfzehn Sechstklässler (zwölf Mädchen und drei Jungen) traten aufgeregt an, um zu ermitteln, wer den Altkreis Chemnitzer Land auf der nächsten Wettbewerbsstufe vertreten wird. Bereits vorher hatten die Schüler in zwei Wettbewerben gesiegt – bei den Ausscheiden in ihrer Klasse und an ihrer Schule. Sie vertraten ihre Bildungseinrichtungen aus Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein, Limbach-Oberfrohna, Meerane und Waldenburg.

Der Vorlesewettbewerb gliederte sich in zwei Teile.

Zuerst gaben die Schülerinnen und Schüler eine kurze Einführung in ihr aktuelles Lieblingsbuch, lasen anschließend drei Minuten daraus vor und stellten ihr Können unter Beweis. Luisa Renatus hatte sich für das Buch „Gangsta Oma“ von David Williams entschieden. Der zweite Teil des Wettstreits bestand aus dem Lesen eines unbekannten Textes. Sabine Puchner von der Stadt- und Kreisbibliothek „Georgius Agricola“ Glauchau hatte dafür aus den Vorschlägen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels das Buch von Katherine Rundell »Feo und die Wölfe« herausgesucht. Jeder Lesekandidat bekam eine gleichlange Textpassage zum Vorlesen.

Vor den Augen der Jury gaben alle ihr Bestes. Nach vorgegebenen Wertungskriterien beurteilte die unabhängige Jury die Vorlesenden. Sie achteten dabei vor allem auf die deutliche Aussprache, die Betonung und verstehendes Lesen.

Der siebenköpfigen Jury gehörten unter anderem die Meeraner Buchhändlerin Silvia Hengmith, Bibliotheksmitarbeiterin Birgit Jacob, der  Glauchauer Jugendbeirat Felix Beyer, die Landtagsabgeordnete Ines Springer sowie Moritz Inndorf, Landessieger Sachsen des Vorlesewettbewerbs 2017, an.

Gewonnen hat den Regionalausscheid Luisa Renatus vom Lessing-Gymnasium in Hohenstein Ernstthal (ganz links im Bild) – sie überzeugte die Jury und freute sich riesig. Als Siegerin wird sie nun den Altkreis Chemnitzer Land im Frühjahr beim Bezirksentscheid vertreten. Alle erhielten ihre persönliche Teilnehmerurkunde, das Buch »Feo und die Wölfe« und Blumen.

Vorlesepatin Ines Springer (Mitglied des Sächsischen Landtages):„Die Entscheidung der Jury fiel eindeutig aus. Das waren die besten Vorleser aus 15 Schulen, da hätte ich, ausgenommen von zwei, drei wirklich sehr guten Teilnehmern ein höheres Niveau erwartet. Ein Dank gilt dem Team der Stadt- und Kreisbibliothek „Georgius Agricola“ Glauchau, in deren Händen die liebevolle Vorbereitung und Durchführung des Kreisentscheides lag. “

Hintergrund

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben, er wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen. An ihm beteiligen sich jedes Jahr rund 600.000 Schülerinnen und Schüler. Seit 1959 wird der Wettbewerb jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet. Lautes Lesen ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung von Lesekompetenz. Nur wer liest, kann verstehen, denn Lesen ist die Grundlage aller Bildung. Im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs stehen Lesefreude und Lesemotivation. Er bietet allen Schülern der sechsten Klasse Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und neue Bücher zu entdecken.

mit Quelle und Bild Stadt- und Kreisbibliothek „Georgius Agricola“ Glauchau | Quelle Hintergrund: www.vorlesewettbewerb.de 

 

 

Kommentar schreiben