Wettbewerb „Gärten in der Stadt – Teil Kleingärten“

29. November 2017 | Staatsminister Thomas Schmidt übergab heute die Urkunden an die Preisträger und Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Gärten in der Stadt – Teil Kleingärten“. Der Wettbewerb stand unter dem Motto »Kleine Gärten – Bunte Vielfalt«.

„Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen sehr eindrucksvoll, dass die teilnehmenden sächsischen Kleingärtner und Kleingärtnerinnen diesem anspruchsvollen Motto gerecht werden“, sagte Minister Schmidt bei der Preisverleihung.

Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e. V. haben den Wettbewerb gemeinsam ausgeschrieben. Er dient der Förderung des Kleingartenwesens als integraler Bestandteil einer städtebaulichen Entwicklung. Der Landeswettbewerb will die Bedeutung von Kleingartenanlagen für den Städtebau, die Umwelt und das soziale Zusammenleben hervorheben. Dabei sollen beispielhafte Lösungen und Projekte für die Entwicklung, Gestaltung und Nutzung von Kleingärten und Kleingartenanlagen gewürdigt werden. Zugleich soll die Öffentlichkeit auf die Leistungen und Wirkungen des Kleingartenwesens für die Gesellschaft aufmerksam gemacht werden.

„Vor allem in den Städten sind Kleingärten viel mehr als ein ökologischer Farbtupfer. Sie sind die ‚Grüne Lunge‘ vor der Haustür der Stadtbevölkerung und tragen damit zu einem guten Wohnumfeld und Stadtklima bei. Familien können ihren Kindern hier auf einfache und angenehme Weise Erfahrungen mit der Natur vermitteln“, so der Minister.

„Die bunte Vielfalt zeigt sich heute nicht mehr nur durch die Fülle von Farbigkeit in den Blumenbeeten und dem Reichtum verschiedenster Obst- und Gemüsearten in den Parzellen, sondern zunehmend auch durch die Verschiedenheit ihrer Mitglieder. Es gärtnert Jung neben Alt, Menschen verschiedener sozialer Schichten und Herkunft pflanzen, pflegen und ernten mit- und nebeneinander“, sagte Schmidt abschließend.

Der Jury fiel es nicht leicht, aus den 22 Teilnehmern die drei Erstplatzierten und die drei Sonderpreise auszuwählen.

  • 1. Platz – KGV „Flora I” e. V. Dresden | Der Verein besticht durch seine erstklassige Fachberatung und durch eine sehr hohe gärtnerische Qualität in der gesamten Gartenanlage. Die städtebauliche, räumliche und soziale Einbindung ist ausgezeichnet. Dazu tragen die für die Öffentlichkeit sehr gute Zugänglichkeit der Anlage, eine Gastwirtschaft, ein Schulgarten und Kinderprojekte bei. Die Gemeinschaftsflächen werden für beispielhafte Demonstrationspflanzungen genutzt.
  • 2. Platz – KGV „Eilenburger Straße“ e. V. Torgau | Die Anlage integriert sich räumlich und sozial ausgezeichnet in das Wohngebiet. Ein reges Vereinsleben ist geprägt von vielen Projekten zum Thema Natur und Landschaft und zur Förderung von Pflanzenkenntnissen bei Kindern. Schaugärten laden zur Besichtigung ein. Mit Integrationsprojekten wird das Zusammenleben mit ausländischen Mitbürgern gefördert. Nicht nur die gärtnerische Qualität ist hervorragend, sondern die Gärten zeichnen sich auch durch eine hohe Artenvielfalt und durch eine insekten- und bienenfreundliche Bepflanzung aus.
  • 3. Platz – KGV „Sonnige Höhe“ e.V. Chemnitz | Eine gute räumliche, architektonische und soziale Einbindung in das Wohngebiet wird deutlich. Es besteht ein sehr großes kommunales Interesse an der Vereinsentwicklung. Der Verein betreibt Projekte zum Naturschutz und zur Förderung der Artenvielfalt. Die Gemeinschaftsflächen sind eindrucksvoll in hoher gärtnerischer Qualität gestaltet. Zu den Initiativen zählen die Vereinsgaststätte und der Schnitzverein.

Für besondere kleingärtnerische Leistungen der Vereine in Teilbereichen wurden Sonderpreise vergeben. Diese erhielten

  • der Kleingartenvereine (KGV)„Am Sportplatz Döbernitz“ e. V. Delitzsch,
  • der KGV „Waldfrieden“ e. V. Annaberg-Buchholz sowie
  • der KGV „Am Tummelsbach“ e. V. Dresden.

Der Wettbewerb wird auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes vom Freistaat Sachsen gefördert.

Quelle: Medienservice Sachsen

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